Zwergplaneten

Zwergplaneten sind nach der Entscheidung der Internationalen Astronomischen Union (IAU) vom 24.08.2006 eine Klasse von Himmelskörpern im Sonnensystem, die sich auf einer Umlaufbahn um die Sonne bewegen. Wie die Planeten besitzen sie genügend Masse, um die Form einer Kugel anzunehmen. Im Unterschied zu Planeten haben sie ihre Umlaufbahnen aber nicht von anderen Objekten freigeräumt. Zwergplaneten, die sich außerhalb der Umlaufbahn Neptuns bewegen, bilden die Unterklasse der Plutoiden.

 

Plutoiden sind transneptunischer Zwergplaneten. Nach der Entscheidung der (IAU) vom 11. Juni 2008 sind Plutoiden eine Unterklasse der Zwergplaneten. Es darf sich bei ihnen nicht um einen Satelliten handeln. Im Unterschied zu den anderen Zwergplaneten kommt als zusätzliches Kriterium für die Plutoiden noch hinzu, dass die große Halbachse ihrer Bahn um die Sonne die des Neptun übertreffen muss.

Das heißt, dass der Zwergplanet Ceres nicht als Plutoid bezeichnet wird, da er sich im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter befindet und daher nicht jenseits der Neptunbahn die Sonne umrundet.

Die Zwergplaneten, die zum Zeitpunkt der Definition den Plutoidenstatus erhielten, waren der Namensgeber Pluto und die etwas größere Eris. Es ist jedoch davon auszugehen, dass noch weitere Plutoiden im Bereich hinter Neptuns Umlaufbahn entdeckt werden, und die bereits bekannten annähernd kugelförmigen transneptunischen Objekte des Sonnensystems nach ihrer Einstufung als Zwergplaneten auch als Plutoiden bezeichnet werden.

 

Die größten bekannten Trans-Neptun-Objekte  (Quelle: NASA)
Die größten bekannten Trans-Neptun-Objekte (Quelle: NASA)