Sternhelligkeit

Bei der Bestimmung der Helligkeit eines Sternes unterscheidet man zwischen der scheinbaren und der absoluten Helligkeit.

Stern Scheinbare
Helligkeit
(m)
Absolute
Helligkeit
(M)
Entfernungs-
modul
(m − M)
Entfernung
Sonne −26,73 mag +4,84 mag −31,57 4,851·10−6 pc
Sirius −1,46 mag +1,43 mag −2,89 2,64 pc
Wega +0,03 mag +0,58 mag −0,55 7,75 pc
Pollux +1,15 mag +1,08 mag +0,07 10,34 pc
Spica +1,04 mag −3,51 mag +4,55 81,3 pc
Rigel +0,12 mag −6,78 mag +6,90 240 pc
Deneb +1,25 mag −7,24 mag +8,49 499 pc
 

Scheinbare Helligkeit

 

Die scheinbare Helligkeit (Magnitude) gibt an, wie hell ein Stern dem Betrachter erscheint.

Die Größe hängt hier auch von der Entfernung und der Leuchtkraft des Sternes ab.

Die Helligkeit der Sterne ist in verschiedene Größenklassen (lat. Magnitude = mag) unterteilt.

Je heller ein Stern leuchtet, umso kleiner ist die Größenklassenangabe, diese geht auch in den Minusbereich.

Der Polarstern beispielsweise hat 2,0 mag, die Venus dagegen -4,4 mag, sie leuchtet also heller als der Polarstern.

Der Polarstern wäre dann z.B. ein Stern der zweiten Größe oder Größenklasse 2.

Mit einem kleinen Teleskop kann man bis zu einer Größenklasse von ungefähr 12 mag beobachten.

 

Absolute Helligkeit

 

Die absolute Helligkeit (auch Magnitude) gibt die tatsächliche Helligkeit, die Leuchtkraft eines Sternes an. Dazu werden die Sterne in einer einheitlichen Entfernung von 10 Parsec (ungefähr 32 Lichtjahre) vorgestellt.

  • Die Helligkeit eines Sternes die aus dieser einheitlichen Entfernung vom Betrachter gemessen würde, wäre dann die absolute Helligkeit.
  • Bei Sternen, die weniger als zehn Parsec entfernt sind, ist die scheinbare Helligkeit größer als die absolute Helligkeit und umgekehrt.
  • Auch bei der absoluten Helligkeit gilt wieder: je kleiner der Wert angegeben ist, umso größer ist die Leuchtkraft des Sternes.