Neoarchaikum (2.780 - 2.420 mya v.h.)

Die Ära des Neoarchaikum beginnt mit der Periode Methanium (2.780 - 2.630 mya v.h.) und endet mit dem Siderium (2.630 - 2.420 mya v.h.).

Methanotrophe Bakterien,  (C) A. Fjellbirkeland CC BY-SA 2.5
Methanotrophe Bakterien, (C) A. Fjellbirkeland CC BY-SA 2.5

Das Auftreten eines in der Erdgeschichte einmaligen Zyklus magmatischer Aktivitäten ließ die Erdkruste zwischen 2.700 mya bis 2.500 mya von 30 % auf 70 % des heutigen Wertes ansteigen.

Die Bezeichnung Methanium ist vom Treibhausgas Methan abgeleitet, da sich in dieser Periode die methanotrophen Bakterien stark vermehrt hatten.

Bedingt durch den gestiegenen Vulkanismus dieses so genannten spätarchaischen Superereignisses wurde u. a. auch verstärkt Methan in die Erdatmosphäre freigesetzt, welche zu diesem Zeitpunkt noch praktisch keinen freien Sauerstoff vorweisen konnte.

 

Bändererz
Bändererz in W-Australien, Alter: 2.700 - 2.400 may v.h., (C) G. Churchhard CC BY 2.0

Im Siderium soll vor 2.500 mya der hypothetische Urkontinent Kenorland entstanden sein. Im Verlauf seiner Geschichte war er von zwei Gebirgsbildungen betroffen, blieb jedoch im Wesentlichen intakt. Er wurde später in den Großkontinent Arctica einbezogen.

Ebenfalls entstanden vor 2.500 mya Bändererz durch rythmische Ausfällungen von Eisen aus dem Meerwasser und anschließender Sedimentation von Silikaten.

Erst gegen 2.450 mya v.h., an der Archaikum-Proterozoikum-Grenze, sollte sich mit weiterer Auskühlung der Erde durch sinkende Manteltemperaturen und allmählichem Sauerstoffanstieg in der Erdatmosphäre ein erneutes Gleichgewicht einstellen.