Mittelordovizium (470 - 458,4 mya v.h.)

Das Mittelordovizium ist die zweite Serie (Epoche) des Ordoviziums und beinhaltet die Stufen Dapingium (470-467,3 mya) und Darriwilium (467,3-458,4 mya).

 

Muscheln

Die Muscheln (Bivalvia) nahmen sowohl an Arten- wie an der Individuenzahl stark zu. Neu waren die Unterklassen Cryptodonta, Palaeoheterodonta, Heterodonta und Anomalodesmata sowie die Ordnungen Arcoida und Pterioida. Sie unterschieden sich in erster Linie im Aufbau ihrer Gehäuseschlösser.

Armfüßer

Generell waren die Armfüßer (Brachiopoden) schon weit verbreitet, sowohl ihre Arten- als auch ihre Individuenanzahl. Die Armfüßerordnung Rhynchonellida trat erstmals auf. Ihr häufig dreilappiges Gehäuse zeichnete sich durch kräftige Rippen aus.

Stachelhäuter

Nur im Mittelordovizium lebten Vertreter der Stachelhäuter-Klasse Paracrinoidea. Sie besaßen kelchförmige Körper aus unregelmäßig angeordneten Platten.

Mit den weniger erfolgreichen Gruppen aus dem Kambrium entstanden auch die nunmehr fünfstrahligen Eocrinoidea und Edrioasteroidea, aus denen sich die modernen Vertreter der Stachelhäuter ableiten lassen. Diese stellen die Basis für eine weitere Radiation der Stachelhäuter im unteren Ordovizium dar. Innerhalb der Gruppe der Eocrinoidea entwickelten sich die Cystoidea und die Blastoidea sowie die Parablastoidea und die Paracrinoidea. Ob die heute noch existierenden Seelilien und Haarsterne ebenfalls auf diese Gruppe zurückgehen ist nicht bekannt.

Im Tierstamm der Schwämme entwickelte sich neu die Ordnung Dictyida. Ihre Arten besaßen ein mehr oder weniger kubisches Skelettgitter.

Riffe

Schon während des mittleren Ordoviziums bildeten sich größere und komplexere Riffe.

 

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