Oberordovizium (458,4 - 443,4 mya v.h.)

Das Oberordovizium ist die dritte Serie (Epoche) des Ordoviziums und beinhaltet die Stufen Sandbium (458,4-453 mya), Katium (453-445,2 mya) und Hirnantium (445,2-443,4 mya).

 

Ab der Stufe Sandbium der Epoche Oberordovizium setzte sich die Fauna aus etwa 400 Familien zusammen.

 

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Massenaussterben

Die schon im Sandbium beginnende allmähliche Absenkung der Temperatur erreichte in der letzten Stufe der Epoche  Oberordovizium, dem Hirnantium, ihren Höhepunkt als Hirnantische Eiszeit.

So starben  vor ca. 444 mya im Oberordovizium 50 % aller Arten aus, darunter viele der Brachiopoden. Die Trilobiten überlebten zwar, doch ihre immense Vielfalt verringerte sich erheblich.

Die Eiszeit endete erst in Serie Wenlock des Silurs vor 430 Millionen Jahren. 

Möglicherweise war das Erscheinen von Landpflanzen dafür verantwortlich. Diese entzogen dem Boden Calcium, Magnesium, Phosphor und Eisen und ermöglichten damit eine chemische Verwitterung des Bodens, wodurch der Atmosphäre Kohlendioxid entzogen wurde. Dies wiederum kühlte das globale Klima um ca. 5 Grad ab.