Mesoproterozoikum (1780 - 850 mya v.h.)

Die Ära des Mesoproterozoikum beginnt und endet mit der Periode des Rodinium (1.780 - 850 mya v.h.)

Rotalgen,  (C) Mike Krüger (CC BY 3.0)
Rotalgen, (C) Mike Krüger (CC BY 3.0)

Die Eukaryoten zwischen 1.500 und 1.400 mya v.h. begannen sich zu verändern. Für die Zeit ab 1.200 mya v.h. wurden in Fossilberichten neben Eukaryoten auch pilzartige Organismen und sogar Mikroben auf dem Festland nachgewiesen Außerdem trat mit einer Rotalge, erstmals ein sich geschlechtlich vermehrender Mehrzeller in Erscheinung.


Grünalge, (C) Luis Fernandez Garcia, (CC BY 2.1)
Grünalge, (C) Luis Fernandez Garcia, (CC BY 2.1)

In denselben Zeitraum wurden an mehreren Fundorten weitere Beispiele für makroskopische Fossilien datiert, die so genannten Perlenketten. Es dürfte sich bei ihnen um primitiven, mit Verankerungen versehenen Seetang handeln (Metaphyta). Gegen 1500 Millionen Jahre BP erschienen auch erste einfache Acritarchen, die zwischen 1200 und 1000 Millionen Jahren BP von wesentlich komplexeren Formen abgelöst wurden, die sich auch auf dem Festland nachweisen ließen. Noch vor den Vereisungen im folgenden System Cryogenium entwickelten sich die ersten Grünalgen sowie heterotrophe (in der Ernährung auf Stoffwechselprodukte anderer Organismen angewiesen) Eukaryoten.

(C) John Goodge, (Gemeinfrei
(C) John Goodge, (Gemeinfrei

Der Superkontinent Columbia trat mit Beginn des Rodiniums in eine Riftphase (Grabenbruch) und begann ab 1.600 mya v.h. auseinanderzubrechen.