Holozän (0,0117 mya v.h. - heute)

Das Holozän (populärwissenschaftlich auch Nacheiszeitalter genannt) ist der gegenwärtige Zeitabschnitt der Erdgeschichte. In der Hierarchie der chronostratigraphischen Einheiten nimmt es den Rang einer Serie ein, wird aber nicht in Stufen unterteilt. Das Holozän begann 11.700 v.h. (also 9.700 Jahre vor Christus) mit der Erwärmung der Erde am Ende des Pleistozäns.

 

„Kleine Eiszeit“. Zugefrorene Kanäle in Holland, 1608 (gemeinfrei)
„Kleine Eiszeit“. Zugefrorene Kanäle in Holland, 1608 (gemeinfrei)

 

Neolithische Revolution (9.000 v.h.)

Die Landwirtschaft entstand in verschiedenen Regionen der Erde. Die ältesten Belege für Landwirtschaft stammen aus dem “fruchtbare Halbmond” in Vorderasien, unabhängig davon entstand die Landwirtschaft auch im westindischen Hochland, in China, Mittelamerika, den Anden und in Afrika. Aufgrund der unterschiedlichen natürlichen Ausstattung dieser Entstehungsgebiete nahm die Entwicklung dann aber einen jeweils anderen Verlauf. 

Die Erträge aus der immer intensiver werdenden Landwirtschaft ermöglichten, dass Menschen sich erstmals vollständig anderen Aufgaben als der Sicherung ihrer Ernährung widmen konnten: Städte entstanden; Händler, Handwerker und andere Spezialisten machten neue Erfindungen, die wiederum die Erträge steigerten. Die Zahl der Menschen stieg. Um in immer größeren Gruppen leben zu können, erfanden die Menschen Kulturen und die Schrift.

 

Viehzucht

Schafe und Ziegen waren nicht die ersten domestizierten Tiere. Vor ihnen hatte der Mensch den Wolf zum Haushund gemacht. Dieser war jedoch nicht zum Verzehr gedacht, sondern hat sich wohl als Helfer bei der Jagd bewährt. Mit der Haltung weiterer Tiere begann die Züchtung besonderer Rassen. So wurden neben Jagdhunden jetzt auch Hirtenhunde gezüchtet.