Erdbeben

Erdbeben Haiti 2010 (Quelle: UN Photo/Logan Abassi UNDP)
Erdbeben Haiti 2010 (Quelle: UN Photo/Logan Abassi UNDP)

Die Oberfläche unserer Erde besteht aus mehreren dicken und riesigen Gesteinsplatten, den Tektonischen Platten, die wie ein Puzzle zusammen passen. Diese großen Platten bewegen sich und gleiten, getrieben vom glühend heißen und brodelnden Magma auf dem Erdmantel mit einer Geschwindigkeit von 2 – 16 cm pro Jahr, so langsam, wie unsere Fingernägel wachsen.

Dabei stoßen sie immer wieder gegeneinander oder driften auseinander. Und genau dort wo dies passiert, bebt die Erde – es gibt ein Erdbeben. Jeder Ruck einer Kontinentalplatte führt auch zu einem Erdbeben.

 

Tektonische Platten
Tektonische Platten

Begriffe

Seismologie

Seismologie ist die Lehre von Erdbeben und der Ausbreitung von Wellen in Festkörpern. Sie gehört zum Teilgebiet Geophysik und ist die wichtigste Methode, den inneren Aufbau der Erde zu erforschen.

 

Erdbebenwellen

Primärwellen

Diese Wellen breiten sich kreisförmig vom Erdbebenherd aus und durchdringen Wasser. Sie können aber, abhängig auf welches Material sie stoßen, gebrochen, verzerrt und gebremst werden.

Sekundärwellen

Diese Wellenart ist langsamer als die Primärwellen und breitet sich quer zu diesen aus. Sie können sich nicht durch Wasser fortsetzen.

Oberflächenwellen

Diese Art von Wellen entscheiden die Qualität der Schäden. Je tiefer der Ausgangsort eines Erdbebens liegt, desto weniger stark die Auswirkungen. So kann ein Erdbeben mit einer Magnitude von 4,5 in einer Tiefe von 5 km mehr Schaden als ein Beben von 7,5 Magnitude in 30 km anrichten.

 

Epi- und Hydrozentrum

Beide Zentren sind der Ausgangspunkt eines Beben. Das Epizentrum beschreibt den Ort, das Hydrozentrum die Lage, also Ort und Tiefe des Bebens.

 

Magnitude

Dieses Maß stellt die Schwingungsenergie am Hydrozentrum, dem Erdbebenherd, dar und wird anhand der Richterskala verglichen. Jeder weitere volle Punkt dieser Maßeinheit bedeutet eine 10-fache Stärke des vorhergehenden Punktes. Ein Beben der Magnitude 6,0 ist also 20 mal stärker als eines der Magnitude 4,0.

 

Intensität

Eine Skala, die Schadensauswirkungen eines Bebens auf Landschaften, Straßen und Gebäuden beschreibt.

1-3  keine Auswirkungen auf die Umwelt

4     generell bemerkt

5     stark bemerkt

6     leicht schädigend

7-8  stark schädigend

9     zerstörend

10   stark zerstörend

11   verwüstend

12   vollständig verwüstend

 

Seismograph

Das auch als Seismometer bezeichnete Gerät registriert Bodenerschütterungen. Aus seinen Aufzeichnungen kann man die Magnitude eines Erdbebens, den Ort der Entstehung, das Frequenzspektrum sowie die zeitliche, räumliche und energetische Verteilung ableiten.