Tsunamis

Das Epizentrum des Tsunamis von 2004 (Quelle: Manfred Werner CC BY-SA 3.0)
Das Epizentrum des Tsunamis von 2004 (Quelle: Manfred Werner CC BY-SA 3.0)

Auf Japanisch bedeutet Tsunami „Hafenwelle“. Wenn Fischer von der See heimkehrten und ihre Dörfer von einer Riesenwoge verwüstet vorfanden, glaubten sie, das Ereignis hätte nur in ihrem Hafen stattgefunden denn auf dem offenen Meer hatten sie nichts gespürt. Tsunami-Wellen sind auf dem offenen Meer nämlich flach und langestreckt und erreichen maximal Höhen von 2m bis 3m. Sie bäumen sich erst zu hohen Flutwellen auf, wenn der Meeresboden ansteigt, also in Hafennähe. Allerdings ist die Energie der Tsunamiwellen enorm. In einer Tiefe von 5000 m erreichen sie eine Geschwindigkeit von bis zu 800 km/h und haben eine Ausdehnung von 100.000 m bis 500.000 m (im Vergleich dazu haben normale Windwellen eine Ausdehnung von 100 m bis 200 m).

Ausbreitung der Wassermassen 2004 (Public Domain)
Ausbreitung der Wassermassen 2004 (Public Domain)
Erhöhung der Amplitude (Quelle: Régis Lachaume CC BY-SA 3.0)
Erhöhung der Amplitude (Quelle: Régis Lachaume CC BY-SA 3.0)

Tsunami beim Auftreffen auf die Küste (Quelle: Veitmüller CC BY-SA 3.0)
Tsunami beim Auftreffen auf die Küste (Quelle: Veitmüller CC BY-SA 3.0)

 

Ursachen der Entstehung

 

Seebeben (90 %)

Die meisten Tsunamis werden durch Seebeben ab der Stärke 7 auf der Richter-Skala und oberhalb einer Meerestiefe von 10.000 m hervorgerufen. Dabei werden tektonische Platten horizontal oder vertikal verschoben. Wenn sich zwei Kontinentalplatten vertikal verschieben, so heben oder senken sich auch die darüber liegenden Wassermassen.

Solche Tsunamis sind meistens nicht sehr hoch, können aber im Extremfall Flutwellen bis zu 30 m Höhe hervorrufen.

 

Hangrutsch

Erdrutsche im Meer, die die Folge von Erd-oder Seebeben sind, können ebenfalls Tsunamis auslösen. Da hierbei sehr große Wassermassen verdrängt werden, kann es zu besonders hohen Flutwellen kommen.

 

Vulkanausbruch

Eine weitere Ursache für die Entstehung eines Tsunamis können Vulkanausbrüche, die sich in Meeresnähe ereignen, sein. Solche Flutwellen können mit bis zu hundert Metern, noch wesentlich höher werden, als die, die durch ein Seebeben ausgelöst wurden. Durch den Vulkanausbruch des Krakataus im Jahre 1883 beispielsweise, entstand ein gewaltiger Hohlraum unter dem Meeresspiegel, der unmittelbar nach dem Ausbruch des Vulkans einstürzte. Die Folge war ein 30 m hoher Tsunami.

 

Meteoriteneinschlag

In eher seltenen Fällen können Tsunamis durch größere Meteoriteneinschläge ausgelöst werden. Die dabei entstehenden Flutwellen können deutlich höher ausfallen als die, die durch Seebeben oder Vulkanausbrüche verursacht wurden. Die Höhe derartig ausgelöster Flutwellen ist abhängig von der Geschwindigkeit und der Größe des Meteoriten.